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Ökostrom von der Halde Pattberg

„Auf dem Moerser FDP-Stadtverbandsparteitag wurde im Januar 2010 der Beschluss gefasst, die Pattberghalde zur Gewinnung regenerativer Energien zu nutzen. Damals dachte ich nicht, dass es so schnell gehen würde. Umso mehr freut mich die jetzige Entwicklung“, so Heinz Dams, Chef der FDP-Kreistagsfraktion.

Nachdem die Stadt Moers im Vorfeld ihr Einverständnis signalisiert hatte, konnte nun der RVR als Eigentümer der Halde grünes Licht geben, damit auf dem 85 Meter hohen Pattberg Windkraftanlagen errichtet werden können. Investieren wird eine private Gesellschaft aus dem Ruhrgebiet, mit der der RVR einen Pachtvertrag ausgehandelt hat.

„Ich danke meinem liberalen Kreistagskollegen Rudolf Kretz-Manteuffel, der als einziger Moerser Politiker im Ruhrparlament mit dafür gesorgt hat, dass es zu diesem Erfolg kommen konnte“, erklärte Dams. Im Kreis Wesel erhöht sich dadurch der Anteil an CO2-freiem Ökostrom merklich und dem notorisch finanzschwachen RVR fließen aus der Pacht zusätzliche Geldmittel zu.

Unverständnis äußerte Dams dagegen über das Verhalten des ortsansässigen Energieversorgers ENNI, der trotz Hinweise kein Interesse am Standort Pattberghalde bekundete. Statt in der Heimat investiert ENNI lieber in Windkraftwerke im fernen Schottland. „Ököstrom für den Kreis muss auch hier erzeugt werden“, betont Dams, „und da sind zuallererst die kommunalen Versorgungsunternehmen in der Pflicht.“