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Bergbau-Hokuspokus im Kreis Wesel

„Der Bergbau im Kreis Wesel muss unverzüglich und komplett beendet werden. Einen sogenannten Sockelbergbau darf es nicht geben.“

 Außerdem dürfe es 2012 keine Revision des vom Bundestag beschlossenen Ausstiegs aus der Steinkohleförderung geben, erklärte der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion Michael Terwiesche vor dem Hintergrund der neuen Abbaupläne des Bergwerks West. Das sei dreifacher Wahnsinn: Erstens finanziere der Steuerzahler das Bergwerk West. Mit Hilfe dieser Steuergelder würden das Kloster Kamp und Wohngebiete im Westen von Kamp-Lintfort beschädigt. Und drittens unterstütze der Kreis Wesel das Geistliche und Kulturelle Zentrum des Klosters Kamp, welches Bergschäden erleiden wird. Terwiesche unterstrich, dass der Bergbau-Hokuspokus von SPD-Chef Müntefering lediglich dem Einlullen der Bergbaufunktionäre der IGBCE diene. „Das ist reine Klientelpolitik der Steinkohlepartei Deutschlands, der SPD. Kein Bergmann glaubt noch an die Wirtschaftlichkeit und das Überleben des Steinkohlebergbaus in Deutschland. Falsch ist vor allem das Arbeitsplatzargument. Der Bergbau hat in den vergangenen Jahrzehnten hunderttausende Arbeitsplätze abgebaut. Für die Zukunft des Kreises Wesel sind die neue Fachhochschule und Dienstleistungssektoren wie der Tourismus deutlich wichtiger als der Auslaufbergbau,“ stellte Terwiesche fest.  Abschließend kündigte Terwiesche an, die Forderung der FDP nach einer sofortigen Beendigung der Zerstörung von Immobilien durch den Bergbau in der Juni-Sitzung des Kreistags zu thematisieren: „Dann werden wir sehen, welche Partei im Kreis Wesel in helle Köpfe, also in Bildung investiert, und welche Partei Steuergelder in dunklen Schächten verbrennen will. Die Wähler haben es bei den kommenden Wahlen in der Hand, dem Unfug der Steinkohleförderung ein schnelles Ende zu bereiten.“

Michael Terwiesche