Sie befinden sich hier:
Wechseln Sie zum:

Anfrage Bränden bei Gebäuden

Sehr geehrter Herr Dr. Müller,

Fotovoltaikanlagen erzeugen bei optimaler Sonneneinstrahlung Gleichspannungen bis zu 1.000 Volt. Diese Spannungen lassen sich auf der Anlagenseite nicht abschalten. 

In einem Brandfall können daher vielfältige Gefahren von auf Dächern installierten Fotovoltaikanlagen ausgehen. Beim Löschen mit Wasser besteht für die Feuerwehrleute die Gefahr eines Stromschlags. Durch Brände können die Unterkonstruktionen der Anlagen zerstört werden und die Module rutschen vom Dach. Bei großer Hitze können die Module zerplatzen und umherfliegende Glassplitter gefährden Menschen. 

Es wird immer wieder kolportiert, dass die aufgeführten Gefahren dazu führen, dass die Feuerwehr Gebäude mit Fotovoltaikanlagen lieber kontrolliert abbrennen lässt als sich selber zu gefährden. 

Zur Aufhellung dieses Sachverhalts bitten wir, die folgenden Fragen zu beantworten:

  1. Trifft es zu, dass die Feuerwehr Gebäude mit Photovoltaikanlagen kontrolliert abbrennen lässt? 
  2. Sind alle Feuerwehrleute im Kreis Wesel im Umgang mit Bränden von Gebäuden, auf denen Solaranlagen installiert sind, geschult? 
  3. Welche Maßnahmen müssen Hausbewohner und Feuerwehr bei derartigen Bränden ergreifen? 
  4. Sind die Besitzer von Solaranlagen über die Gefahren im Brandfall informiert, auch über geeignete Verhaltensregeln? 
  5. Welche Vorkehrungen sind bei den kreiseigenen Immobilien mit Solaranlagen ergriffen worden? 

Mit freundlichen Grüßen 
gez. Heinz Dams